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Die WWE ist die weltweit bekannteste Wrestling-Liga und gilt Wrestling-Fans in aller Welt als Inbegriff von Wrestling-Show. Namen wie Shawn Michael, The Undertaker, Stone Cold Steve Austin, Hulk Hogan, The Rock oder Bret Hart gelten vielen Fans heute als Ikonen des Wrestling.

Dabei war das professionelle Wrestling nicht immer eine Show der Superstars. Wir zeigen euch die Anfänge des Wrestlings und stellen die beste Wrestling-Liga der Welt und ihre größten Superstars vor.

Die Geschichte der WWE

Wrestling wird in den USA schon seit den 1930er-Jahren und geht auf Roderick McMahon, den Vater des heutigen Inhabers und Präsidenten der WWE, Vincent „Vince“ McMahon zurück. McMahon Senior war, obwohl eigentlich Box-Promoter, der Erste, der in den USA Wrestling-Shows veranstaltete.

Ähnlich wie im Box-Sport waren Wrestling-Shows aber zunächst regional begrenzt und meist an einzelne Hallen gebunden. So benannte sich der erste namhafte Verband, der Wrestling-Show veranstaltete nach dem Kapitol von Washington, Capitol Wrestling Federation (CWF).

Aufgrund der Beschränkung, dass Welt Schwergewichts-Champions nur regional begrenzt ihre Kämpfe bestreiten durften, kam es schon Anfang der 1960er Jahre zu Streitigkeiten bezüglich der Reichweite, die der aufstrebende Wrestling-Sport haben sollte.

Und so verließ die CWF, die sich mittlerweile in CWC umbenannt hatte, den seinerseits 1952 gegründeten Nationalen Wrestling-Verband (National Wrestling Alliance), der sich seinerseits 1952 gegründet hatte und noch heute existiert. Die CWC benannte sich 1963 in World Wide Wrestling Federation (WWWF) um und ist einer der heutigen Vorgänger der WWE.

Die große Wende im Wrestling-Geschäft hin zum Entertainment begann, als 1980 McMahons Sohn Vince die Rechte an der WWWF (1979 in WWF umbenannt) aufkaufte und begann, die Popularität der Wrestling-Liga durch Aufkaufen der kleineren Regionalligen und Monopolisierung in das landesweite Interesse zu rücken.

McMahon, der dem Verband heute noch vorsteht, erkannte als Erster, dass Wrestling in erster Linie der Unterhaltung diente. Dementsprechend steigerte er den Show-Faktor um ein Vielfaches und konnte so fortan Millionen Zuschauer gewinnen. Als Wrestling-Verband mit reinen Entertainment-Ansprüchen trat die WWF 1983 endgültig aus der NWA aus und vermarktete sich fortan selbst.

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Die erste glorreiche Ära der WWF prägte wie kein anderer Hulk Hogan, der 1984 zum ersten Mal World Heavyweight Champion wurde. McMahon beschloss, in den folgenden Jahren als das Gesicht der WWF in Szene zu setzen, weswegen Hogan in der Folgezeit sämtliche, mittlerweile vom Verband in sogenannten Story Lines vergebenen Titel abräumte. Hogan war in dieser Zeit allein 1474 Tage in Folge World Heavyweight Champion.

Geprägt waren die ersten Jahre der WWF auch von der Einführung der Wrestlemania, einer Großveranstaltung, auf der jährlich die größten Stars des Verbandes in gigantischen Wrestling-Shows gegeneinander antreten sollten. Auch McMahon selbst trat von Beginn an selbst hin und wieder als Wrestler in den Ring. Dies tut er übrigens heute noch.

Durch den ersten großen Skandal des noch jungen Verbandes Mitte der 1990er-Jahre wurde das Gesicht der WWF entscheidend verändert. Nachdem bekannt gegeben worden war, dass Superstars wie Hulk Hogan massiv Steroidmissbrauch betrieben hatten, musste die WWF eine Strafe von fünf Millionen US-Dollar zahlen, die McMahon seinen Wrestlern aufbürdete, indem er ihnen die Gehälter um 40 Prozent kürzte. Dadurch traten zahlreiche Superstars wie allen voran Steve Austin, The Rock und später auch Bret Hart zum neugegründeten Konkurrenzverband WCW über.

In der Folge entstand ein regelrechter Quotenkrieg zwischen den beiden Verbänden, der als Attitüde-Ära bezeichnet wird. Von Seiten der WWF war dieser unter anderem durch eine häufigere Verwendung von Schimpfwörtern geprägt.

Ein Rechtsstreit mit dem gleichnamigen World Wide Fund for Nature, einer weltweiten Naturschutzorganisation, führte 2002 schließlich dazu, dass die WWF sich in WWE umbenennen musste. In der Folge musste die in WWE (World Wrestling Entertainment) umbenannte WWF zahlreiche Logos und ihre Internetseite nachträglich ändern. Das Show-Konzept ist ansonsten aber das gleiche geblieben.

Bei den Wrestling-Shows der WWE handelt es sich um reine Show-Einlagen mit professionellen Wrestling-Entertainern, die körperlich für die über große körperlicher Fitness verfügen und zum Teil im Stunt-Bereich aktiv sind.